Mach mal eine Zeitreise
Kostenlos und spannend
Lass Dir von Niemandem Deinen Traum stehlen.....
"Denke daran, das ist Dein Traum.
Es ist das Produkt Deines Unterbewusstseins. Es ist fast ein Instinkt."
Dexter R. Yager, sen.

Blätter eines alten Ginkobaumes im Garten der Modern Music School - Mitlödi - Glarus Süd.
Foto: Mary Nesnidal Aug08
Träume sind eines eurer grossartigsten Geschenke.
Vielleicht sogar eines der wenigen Dinge, die wirklich nur euch gehören.
Ein Traum entsteht oft ganz leise.
Manchmal mitten in der Nacht.
Manchmal während eines Spaziergangs.
Oder in einem kurzen Moment, in dem man spürt, dass das Leben noch mehr sein könnte als Alltag, Pflicht und Funktionieren.
Viele Menschen verlieren ihre Träume unterwegs.
Nicht, weil sie schwach wären, sondern weil das Leben laut werden kann. Verantwortung, Enttäuschungen, Erwartungen und Anpassung legen sich wie Staub über das, was einmal geleuchtet hat.
Und dennoch gibt es Menschen, die sich einen kleinen inneren Raum bewahren. Einen Ort, an dem ihre Gedanken frei bleiben dürfen. Dort entstehen Ideen, Kunst, Musik, Bilder, Geschichten oder einfach die Sehnsucht nach einem anderen Weg.
Träume sind nicht unrealistisch.
Oft sind sie vielmehr die Kraft, die Menschen überhaupt erst weitergehen lässt.
Wer träumt, trägt noch Hoffnung in sich.
Wer träumt, hat innerlich noch nicht aufgegeben.
Vielleicht erfüllen sich nicht alle Träume so, wie wir es uns vorstellen. Manche verändern sich mit den Jahren. Andere verschwinden wieder. Doch selbst dann hinterlassen sie Spuren in unserem Leben. Sie machen uns empfindsamer, mutiger oder menschlicher.
Ich glaube, gefährlich wird es erst dann, wenn ein Mensch aufhört zu träumen.
Denn ohne Träume wird die Welt eng und grau.
Darum sollte man seine Träume beschützen — auch wenn andere darüber lächeln.
Vielleicht sind sie gerade deshalb wertvoll, weil sie etwas sichtbar machen, das nur das eigene Herz versteht.
Wie sagte der Schweizer Schriftsteller Friederich Dürrenmatt in einer seiner letzten Reden vor seinem Tode? Manchmal sind wir Gefangene in einem Gefängnis und gleichzeitig auch noch der eigene Gefängniswärter. Stehen uns selbst im Wege und verordnen uns quasi selbst den geistigen Hausarrest.
Welches sind nun Deine eigenen Gefängnismauern? Welche Steine, Gegenstände, Verpflichtungen und Gewohnheiten hast Du um Dich herum aufgetürmt? So hoch aufgeschichtet, dass Du Dich eingeengt fühlst. Doch aufgepasst: Genau gleich wie eine Mauer oder eine Zimmerwand uns vor Wind und Wetter Schutz und Sicherheit gibt, unterscheidet sie sich von der Gefängnismauer durch ihre Wirkung auf uns. Entscheide Dich bei Deiner Betrachtung der Steine darum, ob die Gegenstände, Gewohnheiten und Pflichten Dir Schutz und Sicherheit geben (stärkende Wirkung) oder ob sie Dich doch eher einengen (schwächende Wirkung). Behalte ersteres unbedingt, weil diese Dinge für Dich wichtig sind, und entsorge sofort die letzteren, da sie nur Deine Zeit, Geld und Energie unnötig binden.
Der moderne Mensch hat nämlich in der Regel zu viele Steine - sprich unwichtige Gegenstände, Aufgaben und Gewohnheiten - um sich herum. Denn der Mensch ist seit Urzeiten ein Sammler: Möbel, Ämter, Informationen, Besitztümer, Tätigkeiten, Ehren, Pflichten. Bis zur Überfülle wird meist Unwichtiges gehortet. Die Auswirkungen von diesem "Zuviel" sind nachgewiesen: noch mehr Pflichten, Leistungsdruck, Depressionen, Schulden, zuviele Ausgaben und Stress sowie Beziehungskonflikte. Diese einengenden Gefühle des Gefangenenseins zerstören die persönliche Zufriedenheit.
Befreie Dich von diesem Ballast! Entscheide was für Dich wichtig ist. Werde zu einem Revolutionär in Deinem Eigenen Leben. Be - frei - e Dich von unnötigen Lasten! Schaffe Dir mehr Freiheit. Reduziere systematisch - wöchentlich - Pflichten und Verpflichtungen. Entsorge Unwichtiges.
Solltest Du gerade im Büro sein, ergreife einen Stein aus der Gefängnismauer in Deiner Nähe - es kann ein Stapel ungelesener Zeitungen sein, Dokumente die Du seit 4 Monaten studieren möchtest, ein unnötiges Projekt, die nächste vollkommen sinnlose Sitzung, ein überflüssiges Buch - und entsorge das Unnötige. Weg damit! Du wirst Dich sofort besser fühlen und hör auf, Dein eigener Gefängniswärter zu sein. Reisse die einengenden Mauern ein. Je mehr Du Dich deren entledigst, desto mehr Raum für Neues, für Sinnvolleres und Wichtigeres wirst Du erhalten.
Verfahre in dieser Weise mit Gegenständen, mit einem Laster, mit Aufgaben, Pflichten und Gewohnheiten, und wenn es sein muss - auch mit Menschen, die keine "Freunde" sind.
Viel Erfolg beim Abbau Deiner "Gefängnismauern". Noch mehr Zufriedenheit wird Dein Lohn sein.