Dieses Bild des Schmetterlings begleitet mich seit vielen Jahren.
Vielleicht weil ich darin vieles erkenne, was das Leben ausmacht:
das Leichte, das Vergängliche, das Schöne und das Unfassbare.
Ein Schmetterling lässt sich nicht festhalten.
Sobald man versucht, ihn zu kontrollieren, verliert er seine Freiheit.
Vielleicht verhält es sich mit dem Glück genauso.
Oft entstanden die wichtigsten Momente meines Lebens nicht aus Planung,
sondern in stillen Zwischenräumen:
in Begegnungen,
in Musik,
in einem Gedanken,
in einem Blick,
oder in einem kurzen Augenblick der Ruhe.
Vielleicht müssen wir nicht alles suchen und erzwingen.
Vielleicht genügt es manchmal, achtsam genug zu sein, damit sich das Wesentliche zeigen kann.
Der Schmetterling erinnert mich daran,
dass Leichtigkeit nicht Oberflächlichkeit bedeutet,
sondern Vertrauen in die Bewegung des Lebens.
Mary Nesnidal 2026