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30.05.2016

Zwischen Worten und Wirklichkeit

Die Welt wird nicht nur von denen bewegt, die reden,
sondern von jenen, die still dafür sorgen, dass etwas gelingt.

Ich sass unruhig auf meinem Stuhl und blickte in die Runde. Die Vorstandssitzung hatte kaum begonnen, doch ich spürte bereits diese schwere Müdigkeit in mir. Es war immer dasselbe: endlose Diskussionen, grosse Worte, unterschiedliche Vorstellungen und irgendwo dazwischen die Frage, wer am Ende bezahlen sollte.

Wenn Musiker auf Politiker treffen, prallen zwei Welten aufeinander. Die einen sprechen von Visionen, Kultur und Kreativität, die anderen von Budgets, Zahlen und Zuständigkeiten. Jeder hatte Wünsche, jeder hatte Argumente, und doch schien sich niemand wirklich zu bewegen. Stimmen wurden lauter, Sätze länger und die Zeit verstrich, ohne dass etwas entstand.

Ich sass still da und beobachtete das Schauspiel. Für mich war längst klar geworden, dass Projekte nicht durch Diskussionen allein wachsen. Sie gelingen nur, wenn jemand im Hintergrund die unsichtbare Arbeit übernimmt. Briefe schreiben. Telefonate führen. Räume organisieren. Lösungen finden, bevor Probleme überhaupt sichtbar werden. Still und leise. Ohne Applaus.

Gerade deshalb war es für mich oft unerträglich, diesem endlosen Reden zuzusehen. Während andere stritten, sah ich bereits die Arbeit, die danach liegen bleiben würde. Ich wusste, dass am Ende wieder jemand gebraucht wird, der die losen Fäden zusammenhält, damit aus Worten Wirklichkeit werden kann.

Und obwohl mich diese Sitzungen erschöpften, blieb ich sitzen. Vielleicht, weil ich wusste, dass nicht die Lauten ein Projekt tragen, sondern oft jene Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass überhaupt etwas bestehen bleibt.

25.07.2013

Der Andersdenkende....

Der Andersdenkende ist kein Idiot,
er hat sich eben eine
andere Wirklichkeit konstruiert.
Paul Watzlawick (*1921), amerik. Psychiater u. Schriftsteller

Manche Menschen gehen ihren Weg nicht geradeaus entlang der breiten Strassen. Sie bewegen sich eher am Rand, beobachten, denken nach und bauen sich ihre eigene kleine Welt aus Gedanken, Erfahrungen und Träumen auf.

Oft gelten solche Menschen als eigenwillig oder schwierig. Vielleicht nur deshalb, weil sie nicht alles übernehmen, was andere selbstverständlich finden. Sie denken anders, fühlen anders und stellen Fragen, wo andere längst aufgehört haben zu fragen.

Das bedeutet nicht, dass sie falsch liegen.

Paul Watzlawick sagte einmal:

„Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.“

Je älter ich werde, desto mehr verstehe ich diesen Satz. Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte in sich. Erlebnisse, Hoffnungen, Enttäuschungen und Sehnsüchte formen den Blick auf die Welt. Deshalb sehen nie alle Menschen dieselbe Wirklichkeit.

Manche brauchen Sicherheit und klare Regeln. Andere brauchen Freiheit, Zwischenräume und die Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade diese Menschen wirken oft still, zurückgezogen oder schwer verständlich. Doch häufig sind es genau sie, die Neues entstehen lassen.

Sie erschaffen sich ihre eigene Welt — nicht aus Arroganz, sondern weil ihre Seele dort atmen kann.

Vielleicht braucht es mehr Mut, anders zu sein, als einfach mitzuschwimmen. Denn wer seinen eigenen Weg geht, muss auch damit leben, nicht immer verstanden zu werden.

Und trotzdem lohnt es sich.

Denn irgendwo zwischen Anpassung und Eigenwilligkeit entsteht oft etwas Echtes: ein Gedanke, ein Bild, Musik, ein Traum oder einfach ein Leben, das sich richtig anfühlt.

Vielleicht sollten wir deshalb vorsichtiger urteilen über Menschen, die anders denken als wir. Vielleicht tragen gerade sie Farben in sich, die der Welt sonst fehlen würden.

16.02.2010

Mit dem Herzen denken

Mit dem Herzen denken
Der Kluge denkt nicht allein mit dem Verstand,
sondern mit dem Herzen.
Er ergreift beherzt die Gelegenheit, die sich ihm bietet.
Und er sieht die feinen Unterschiede,
die manchem groben Geist verborgen bleiben.
Klugheit ist die praktische Vernunft,
die das Wissen umsetzt in ein Tun,
das der Wirklichkeit angemessen ist.
So hilft das Vielwissen wenig,
wenn Du nicht erkennst,
was jetzt in diesem Augenblick richtig ist.
Anselm Grün

06.04.2007

es gebe nur eine Wirklichkeit,
ist die gefährlichste Selbsttäuschung.
Paul Watzlawick (*1921), amerik. Psychiater u. Schriftsteller
denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert,
ich kann sie gestalten.
Paul Watzlawick (1921-2007), amerik. Psychiater u. Schriftsteller

04.04.2007

Ein Traum ist das,
wie die Wirklichkeit auch sein könnte.
Vera Weinhold
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29.03.2007

Es ist ausgesprochen wichtig, daß ihr Zugang zu Spirit habt - nicht als Gedanke, nicht als eine philosophische Lehre, sondern als die Wirklichkeit.

Schliesst die Augen und Ihr seht dann
das Licht und hört die innere Musik,
die Töne Gottes. Und ihr spürt
die Schwingung, die nicht schwingt,
die feinste Frequenz,
die herrlichste, die es gibt.

Sananda

18.03.2007

Es ist sehr wichtig, dass Ihr die grundsätzliche
Unschuld aller Gefühle erkennt,
denn jedes von ihnen wird,
sich selbst überlassen und durchempfunden,
Euch zur Wirklichkeit der Liebe zurückführen.
(Jane Roberts / Seth)

17.03.2007

Wenn einer allein träumt,
ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen,
ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.
Friedensreich Hundertwasser
Wer weiterlebt wie bisher, hat nicht begriffen, was droht;
es nur intellektuell zu denken, bedeutet nicht,
es auch in die Wirklichkeit seines Lebens aufzunehmen.
Karl Jaspers